Auf den Rotgsol zwischen Herbst und Winter

Der Sturm Gonzalo hat letzte Woche Regen und Schnee in die Berge gebracht. Natürlich müssen wir gleich nachschaun, wie es jetzt aussieht. Ausserdem ist heute der Österreichische Nationalwandertag, da ist das sowieso Pflicht!

Während die einen die Leistungsschau des Bundesheeres in Wien bei der Hofburg besuchen, lassen wir die Leistungssschau des Nationalparks Kalkalpen auf uns wirken – kein Vergleich sag ich euch, was das Sengsengebirge zu bieten hat: TOP!

Vom Bodinggraben aus, vorbei an ein paar wenigen, umgestürzten Baum-Opfern von Gonzalo, starten wir unter dem Nebel, nur ein paar Gucklöcher gibts in Nebel und Wolken. Je höher wir dann aber über die Forststraße zur Zaglbaueralm (945m) kommen, desto mehr Sonnenstrahlen kommen durch und es schaut so aus, als ob s’Herrl bald die Sonnencreme brauchen wird. 

Ab der Zaglbaueralm folgen wir dem nur mit Steinmanderl markierten Weg. Je weiter wir hinauf gehen, desto mehr Nebel und Wolken sind wieder da. Macht nichts, denn so ca. ab 1300 Metern kommts: Schnee!!

Genau meins, ich steh auf den Österreichischen Nationalwandertag! Beim Herrl ist es ein bisserl anders. Er hat zwar seinen neuen Rucksack mit, in dem wahrscheinlich auch eine Sonnenliege Platz hat, aber seine „Schnee-Aufstiegshilfe“, die fehlt. Falsch eingepackt in der Früh :-). Mir egal, meine Krallen sind ja serienmäßig.

Bis zum Gipfel ist es dann das berühmte 2 Schritte vor, 3 zurück (das heisst doch so?) und deshalb geht es nicht so schnell bergauf wie gewohnt.

Oben am Gipfel vom Haderlsauskögel (1.547m) und vom Rotgsol (1.560m) stehen wir dann genau zwischen zwei Wettern: nach Norden strahlend blauer Himmel und unter uns eine durchgehende Wolkendecke. Da hat überhaupt nichts heraus geschaut.

Und auf der anderen Seite, Richtung Sengsengebirge, dichte Wolken bis ganz hinauf und nur hin und wieder ein Loch mit Durchblick. Bei uns ist der Himmel zwar blau, aber kein Sonnenschein: der Schnee angefroren, kann also höchsten Null Grad gehabt haben.

Zurück rutschen wir den selben Weg wie hinauf – den mit dem Schnee. Und, wie es eben so passiert, versagt dann beim Herrl hin und wieder die Bodenhaftung  (ich wusste gar nicht , was für Wörter der kennt …)

Beim Abstieg kommt dann die Sonne durch und wir sehen noch ein bisserl mehr von den Bergen und Gebirgen rundherum. Die Haller Mauern sind ganz in weiß!

Statistik: 7¾ Stunden, 11,1km, 897hm

 

1 Gedanke zu „Auf den Rotgsol zwischen Herbst und Winter“

  1. hei ihr zwei, war ganz schön enterisch der beginn eures ausfluges. da kann man nur sagen – liebe sonne scheine wieder, schein die dunklen wolken nieder. hat dann auch fallweise geklappt. bisserl blauer himmerl und wenig sonne, das war doch schon was. und dann der schnee – keine zwei spuren im schnee, sondern nur eine führt hinab von steiler höh, über wald-laubboden, ins tal.
    mit einkehr hütten ist es jetzt wohl nix mehr. na, ich bin überzeugt, s‘ herrl sorgt dafür, dass ihr trotzdem nicht verhungert und verdurstet.
    hoffentlich bleibt das wetter noch ein bisserl nicht gar zu herbst- und winterlich, aufdass du und s’herrl noch ein paar wanderungen machen könnt.
    bis bald, mit wanderlichem gruß (ich war nämlich auch ein bisserl unterwegs!)

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