Die Wettervorhersage hat Hitze versprochen: 35,36 Grad. Darum früh hinaus, damit wir früh wieder ins Kühle zurück können. Auf dem Plan standen Tannscharten und Schneeberg, vom Ausgangpunkt Breitenau bei Molln aus.
Um 7 Uhr in der Früh hatte s’Herrl einen Parkplatz im Schneegraben (525m) gefunden. Von da weg gingen wir erst 20 Minuten über einen Güterweg, bevor der Steig hinauf zum Bilderstadl auf der Rosenegger Alm begann. So wie es ausgesehen hat, geht hier nur sehr selten jemand: sehr oft ganz zugewachsen und jede Menge Himbeeren, Erdbeeren und Pilze direkt am Weg. Durch den Wald, manchmal steil über Serpentinen, dann flacher, über Wiesen oder den Wald entlang, fast immer im Schatten, führt der Weg sehr schnell hinauf, aber man merkt es kaum. Nach einer Stunde machten wir die erste Pause beim Bilderstadel (ca. 860m).
Weiter führt der Weg im selben Stil wie von Beginn an, bis wir nach ca. 5,5 Kilometer erst einmal den Weg suchen mussten. Denn ab hier bis zum Ziel gibt es keinen markierten Weg mehr. Aber natürlich kein Problem für mich, den Steig zu finden.
Inzwischen war es, obwohl der Weg noch immer meistens im Schatten lag, schon ordentlich heiß und wir machten einige Abkühlpausen. Deshalb dauerte es auch 4 Stunden, bis wir am Tannscharten (1211m) ankamen. Hier könnt Ihr die Sage zum Gipfel nachlesen. Aufgehalten wurden wir auch von einem „Hochzeitsballon“ Da hatte es einer doch glatt von München (!) bis hierher geschafft. S’Herrl hat die Karte mitgenommen und schickt sie morgen mit der Post zurück – inkl. Foto von mir :-).
Vom Tannscharten gibt es nur den Ausblick Richtung Reichraming. Weil aber vom Gipfel die Felswand senkrecht abfällt, ist das beeindruckend genug. Nächstes Ziel wäre der Schneeberg gewesen. Aber ehrlich: das war mir schon zu heiß. Es ist zwar nicht mehr weit (1 Stunde hin und zurück), aber auf dem Weg dorthin gibt es keinen Schatten und eine Stunde bergauf/bergab in der Sonne – nein, dafür war ich nicht richtig angezogen (s’Herrl mit seinem „FUNKTIONSGWANDL“ schwitzt zwar nicht so, aber dafür ist mein Gwand vieeel hübscher).
Apropos Herrl und Hitze. Er hatte die Idee, dass wir einen anderen Weg zurück nehmen. Super! Dieser andere Weg führt über Forststraßen zurück zum Schneegraben. Fast immer in der Sonne! Und der Aueralmbach, der hier fließen sollte, versickert schon bald im Karst. Danke Herrl! Und viel schneller waren wir am Ende auch nicht.
PS: den Schneeberg (aber auf dem Schattenweg) holen wir nach, wenns nicht ganz so heiß ist.
Statistik: fast 7 Stunden, 16km, 923hm, 158,5 Grad (mindestens)
,5 Grad – mindestens
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