Start war auf der Niglalm (832m), oberhalb von Kleinreifling im Ennstal. Die schmale Straße hinauf war so lange, dass ich s’Herrl zwischendurch gefragt habe (oder er mich?), ob wir noch gehen müssen oder gleich bis zum Gipfel fahren? Also es war so: es blieb noch genug zum Gehen übrig.
Auf der Niglalm kann den Kühen beim Kauen zuschauen oder weiter gehen (Früher auch noch Schifahren, aber das ist lange her). Nach der Alm kommt zuerst ein Flachstück über eine Forststraße (fast immer im Schatten) und nach ca. 1 Stunde beginnt dann der Pfad zur Bodenwies hinauf. Wir gehen, zeitweise ziemlich steil, noch immer durch den Wald und es weht ein sehr angenehmes Lüfterl zum Abkühlen.
45 Minuten geht es bergauf und dann sind wir am Grat der Bodenwies angekommen. Aber noch lange nicht am Gipfel. Das dauert noch 45 Minuten und führt – manchmal flach, manchmal ein bisserl steiler – zwischen halbhohen Sträuchern, jungen Bäumen und über Wiesen bis zum Gipfel (1540m). Oft Schatten für Hunde, selten für Menschen.
Dort oben gibt es viel zu Schauen: Gesäuse, Haller Mauern sind ganz nahe. Sengsengebirge, Ötscher, das ganze Hintergebirge bis zum Schoberstein und weiter – alles steht da rundherum.
Der Abstieg vom Gipfel führt zuerst einmal weiter Richtung Süden über den Grat. An dessen Ende wird es … na sagen wir: rustikaler, über Felsen und Steine, klettern inbegriffen und vor allem recht steil bergab und ohne Schatten. Heute war es trocken, aber auf die Bodenwies sollte man (egal aus welcher Richtung) nur gehen, wenns nicht nass ist.
Die untere Hälfte des Weges zur Schüttbaueralm ist dann wieder im Wald und zum Abschluß eine Almwiese. Dort steht“Durchgang für Hunde verboten“ – wir fragen uns kurz, ob ich jetzt vielleicht fliegen soll, abers Herr sagt, dass er einfach behauptet, dass ich nicht lesen kann und wir gehen weiter (aber im Ernst: der Umweg würde 45 Minuten dauern, pro Richtung; wer lässt sich denn so einen Blödsinn einfallen?)
Auf der Schüttbauernalm (1070m) war es laut (viele Leute, weil man von Unterlaussa mit dem Auto bis hierher fahren kann) und wir sind ohne Strudel, nur mit Apfelsaft, bald weiter marschiert. Erst nach 5 (!) Stunden fanden wir den ersten Bach.
Hinter uns haben die Wolken angefangen bös zu schauen (auf den Fotos sieht man es ein bisserl), außer schauen war noch nix. Aber 10 Minuten nachdem wir in Steyr angekommen waren, hats losgedonnert. Gutes Timing 🙂
Statistik: 6 Stunden, 13,7km, 720hm































































































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hallo herrl und henry,
habt’s wieder eine schöne tour gemacht. alles drin, inkl. steilem abgang, ist ja schon richtigt hochalpin. bloss der strudel (apfel- oder topfen) hat noch gefehlt. die leut müssen aber auch überall hin mit dem auto fahren. da seids ihr beide schon ein tolles vorbild für die die auf schusters rappen unterwegs sind. gott sei dank gabs dann auch noch das bacherl (rinnsal wäre wohl besser), der wasserfall hat dann aber sicher entschädigt.
gegend ist wieder sehr schön, nur ham mir dann beim letzten bild schon die füsse wehgeta,
von der vielen bildlichen hatscherei.
mit fröhlichem wandergruß bis zum nächsten mal.